
Hier nochmal der detaillierte Bericht vom BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
Es war ein Einsatz wie er dramatischer kaum sein konnte. Gegen 14.00 Uhr brachen am gestrigen Donnerstag 16 junge Inder zwischen 16 und 29 Jahren auf dem Eibsee durch das bereits dünne Eis. Etwa 200 Meter weit waren sie bereits bis in die Mitte des Sees gelaufen. 13 von ihnen schafften es wieder auf das brüchige Eis zu klettern, 3 aber kämpften im Wasser ums Überleben. Ein Horrorszenario für unsere Retter, denn auch sie müssen nun 200 Meter weit über die offensichtlich nicht mehr tragfähige Eisfläche an den Unfallort heran. Doch die Betroffenen hatten doppeltes Glück im Unglück. Glück Nr. 1: Zwei entschlossene Ersthelfer, die auch noch genau das richtige taten. Anstatt aufs Eis zu rennen, schnappten sie sich ein am Ufer liegendes Aluminiumboot und schoben es bis zur Einbruchstelle. Dort gelang es ihnen die drei im Wasser schwimmenden Männer und eine Frau über die Bordwand zu hieven. Allerdings: ein 20-jähriger junger Mann konnte nur leblos geborgen werden. Unmittelbar begannen die beiden Ersthelfer mit der Reanimation. Glücklicher Umstand Nr. 2: Der Eibsee ist so etwas wie der Übungsee für Eisrettung im Landkreis. Dort liegen viele Rettungsmittel parat und die Rettungskräfte der Wasserwacht trainieren regelmäßig den Umgang mit den sperrigen Geräten. So waren auch die professionellen Retter schnell vor Ort und lösten die beiden Ersthelfer ab. Einem Auszubildenden des BRK Rettungsdienstes aus Garmisch-Partenkirchen gelang es, den 20-jährigen wieder ins Leben zurück zu holen. „Besser hätte es unter diesen Umständen für die Betroffenen kaum laufen können“, sagt Armin Thefeld, Einsatzleiter des Rettungsdienstes, der vor Ort die Einsatzkräfte koordinierte. Über 60 Retter und Helfer der Wasserwacht und des Roten Kreuzes waren bis um 19.30 Uhr im Einsatz. Denn das Rote Kreuz versorgte nicht nur die drei besonders schwer Betroffenen, sondern auch die 13 Begleiter, die sich aus eigener Kraft retten konnten. Sie erhielten von der Betreuung des BRK Kreisverbandes trockene Kleidung sowie Decken und warme Getränke. Am Abend setzten sie die jungen Erwachsenen in einen Zug in Richtung Ostbayern, von wo sie an diesem Tag an den Fuß der Zugspitze aufgebrochen waren. Ihre drei Kameraden wurden ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht, wo sie mindestens bis Morgen bleiben werden. Vorsorglich wurden auch die beiden Ersthelfer ins Klinikum gebracht.
Insgesamt waren am Einsatz 4 Hubschrauber von Polizei und Rettungsdiensten, sowie zehn Rettungswägen und zahlreiche Einsatzkräfte der Wasserwachten aus dem Landkreis beteiligt, darunter auch Taucher die bereit standen um gegebenenfalls auch unter dem Eis nach weiteren Opfern zu suchen. Wasserwacht Einsatzleiter Markus Achtner: „Ich kann mich an keine Eisrettung im Landkreis erinnern, bei der so viele Menschen betroffen waren.“ Sein besonderer Dank gilt den Kollegen der Feuerwehr, die die Eisrettung maßgeblich unterstützten. Aufgrund der guten Zusammenarbeit unter den Rettungsorganisationen und dem entschiedenen Eingreifen der Ersthelfer ging es aber wohl für alle Beteiligten noch einmal glimpflich aus. Nach Angaben der Polizei befindet sich auch der reanimierte Inder außer Lebensgefahr.
Alle Fotos: Thomas Sehr
Es war ein Einsatz wie er dramatischer kaum sein konnte. Gegen 14.00 Uhr brachen am gestrigen Donnerstag 16 junge Inder zwischen 16 und 29 Jahren auf dem Eibsee durch das bereits dünne Eis. Etwa 200 Meter weit waren sie bereits bis in die Mitte des Sees gelaufen. 13 von ihnen schafften es wieder auf das brüchige Eis zu klettern, 3 aber kämpften im Wasser ums Überleben. Ein Horrorszenario für unsere Retter, denn auch sie müssen nun 200 Meter weit über die offensichtlich nicht mehr tragfähige Eisfläche an den Unfallort heran. Doch die Betroffenen hatten doppeltes Glück im Unglück. Glück Nr. 1: Zwei entschlossene Ersthelfer, die auch noch genau das richtige taten. Anstatt aufs Eis zu rennen, schnappten sie sich ein am Ufer liegendes Aluminiumboot und schoben es bis zur Einbruchstelle. Dort gelang es ihnen die drei im Wasser schwimmenden Männer und eine Frau über die Bordwand zu hieven. Allerdings: ein 20-jähriger junger Mann konnte nur leblos geborgen werden. Unmittelbar begannen die beiden Ersthelfer mit der Reanimation. Glücklicher Umstand Nr. 2: Der Eibsee ist so etwas wie der Übungsee für Eisrettung im Landkreis. Dort liegen viele Rettungsmittel parat und die Rettungskräfte der Wasserwacht trainieren regelmäßig den Umgang mit den sperrigen Geräten. So waren auch die professionellen Retter schnell vor Ort und lösten die beiden Ersthelfer ab. Einem Auszubildenden des BRK Rettungsdienstes aus Garmisch-Partenkirchen gelang es, den 20-jährigen wieder ins Leben zurück zu holen. „Besser hätte es unter diesen Umständen für die Betroffenen kaum laufen können“, sagt Armin Thefeld, Einsatzleiter des Rettungsdienstes, der vor Ort die Einsatzkräfte koordinierte. Über 60 Retter und Helfer der Wasserwacht und des Roten Kreuzes waren bis um 19.30 Uhr im Einsatz. Denn das Rote Kreuz versorgte nicht nur die drei besonders schwer Betroffenen, sondern auch die 13 Begleiter, die sich aus eigener Kraft retten konnten. Sie erhielten von der Betreuung des BRK Kreisverbandes trockene Kleidung sowie Decken und warme Getränke. Am Abend setzten sie die jungen Erwachsenen in einen Zug in Richtung Ostbayern, von wo sie an diesem Tag an den Fuß der Zugspitze aufgebrochen waren. Ihre drei Kameraden wurden ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht, wo sie mindestens bis Morgen bleiben werden. Vorsorglich wurden auch die beiden Ersthelfer ins Klinikum gebracht.
Insgesamt waren am Einsatz 4 Hubschrauber von Polizei und Rettungsdiensten, sowie zehn Rettungswägen und zahlreiche Einsatzkräfte der Wasserwachten aus dem Landkreis beteiligt, darunter auch Taucher die bereit standen um gegebenenfalls auch unter dem Eis nach weiteren Opfern zu suchen. Wasserwacht Einsatzleiter Markus Achtner: „Ich kann mich an keine Eisrettung im Landkreis erinnern, bei der so viele Menschen betroffen waren.“ Sein besonderer Dank gilt den Kollegen der Feuerwehr, die die Eisrettung maßgeblich unterstützten. Aufgrund der guten Zusammenarbeit unter den Rettungsorganisationen und dem entschiedenen Eingreifen der Ersthelfer ging es aber wohl für alle Beteiligten noch einmal glimpflich aus. Nach Angaben der Polizei befindet sich auch der reanimierte Inder außer Lebensgefahr.
Alle Fotos: Thomas Sehr