Zeit der Amphibienwanderung – Zeit für Artenschutz
Die Struktur der Tiere
In seinem Vortrag am vergangenen Dienstag konnte uns Dr. Guttenberger vom BUND sehr gut aufzeigen, dass jedes Tier versucht seine Umgebung zu gestalten und ihr dabei eine charakteristische Struktur gibt. Innerhalb dieser Struktur gibt es ein Zusammenwirken unterschiedlicher Arten von Tieren und Pflanzen, die sich gegenseitig nützlich sind.
Die Kulturlandschaften des Menschen
Auch der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklung durch die Schaffung von sogenannten Kulturlandschaften seine Umgebung gestaltet. Die in unserer Gegend bekanntesten Kulturlandschaften waren die sogenannten Trockenmagerwiesen und-hänge, die durch die Hütung von Tieren (Schafen, Ziegen, aber auch Rinder) entstanden sind. Diese waren und sind für ihre hohe Artenvielfalt an Insekten und seltenen Pflanzen bekannt. Wichtig war auch die Teichwirtschaft, die nicht nur leckeren Karpfen erzeugte, sondern auch für Artenvielfalt und hohe Präsenz von z.B. Amphibien (Frösche, Kröten, Molche, Lurche) sorgte.
Industrialisierung reduziert Artenvielfalt
Durch die zunehmende Industrialisierung der Tierhaltung (Stallhaltung), der Nahrungsmittelproduktion insgesamt, wurden diese Naturlandschaften immer weniger. Trockenmagerwiesen ver“busch“ten, Teiche wurden zugeschüttet, Moore trockengelegt. Und damit die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erheblich dezimiert.
Unsere Lebensräume müssen wieder mehr Artenvielfalt zulassen
Seit seinem Bestehen (im Kreis Neumarkt seit nun 51 Jahren) setzt sich deshalb der Bund Naturschutz (BN) für den Erhalt bzw. die Rückführung von/zu Kulturlandschaften ein z.B. mit Ent“busch“ungs-Aktionen. Mit seinen jährlichen Amphibienaktionen an zahlreichen Straßenübergängen auch bei uns im Landkreis sorgen naturinteressierte Menschen für eine Stabilisierung der Amphibienzahlen.
Seit 2017 führt die BN-OG Seubersdorf Amphibienaktionen in Daßwang durch. Seit 3 Jahren haben wir eine konstante Erdkröten-Dichte von 1000-1300 Tieren. Das freut Mensch und Tier!