Der CSU-Ortsverband Ergoldsbach hat am vergangenen Samstag zum traditionellen Jahresabschlussessen in den Gasthof Stieglers eingeladen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr stand auch die Ehrung eines langjährigen Mitglieds auf dem Programm. Hans Stöckl wurde für seine langjährige Treue und seinen Einsatz im Ortsverband ausgezeichnet.
Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag von Ludwig Kunert über das Goldbach-Museum Ergoldsbach, das im Jahr 2025 eröffnet wird. Kunert gab Einblicke in die geplante Ausstellung und berichtete über historische Ereignisse und Entwicklungen der Region.
Auch politische Themen kamen an diesem Abend zur Sprache. Kreisrätin Martina Hammerl und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner waren anwesend. Oßner nutzte die Gelegenheit, um auf aktuelle politische Entwicklungen einzugehen.
Wirtschaft und Steuerpolitik im Fokus
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage betonte Oßner die Notwendigkeit einer "Agenda 2030", um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Geplant seien unter anderem eine spürbare Erhöhung des Grundfreibetrags, eine Senkung der Einkommens- und Unternehmenssteuern sowie die Umwandlung des Bürgergelds in eine Grundsicherung. Zudem sprach sich Oßner dafür aus, Überstunden steuerfrei zu stellen, um Berufstätige zu entlasten.
Maßnahmen gegen illegale Migration
Ein weiteres Thema seiner Rede war die Migration. Oßner forderte Maßnahmen, um illegale Migration zu verhindern, darunter Zurückweisungen an der Grenze. Er betonte, dass Sicherheitsbehörden mit allen notwendigen Mitteln ausgestattet werden müssten, um Straftaten aufzuklären. "Keine Frau sollte Angst haben müssen, sich abends im Freien zu bewegen", so der Abgeordnete.
Änderungen im Wahlrecht
Darüber hinaus thematisierte Oßner das veränderte Wahlrecht. Er wies darauf hin, dass durch das neue Gesetz der Ampel-Koalition die Zweitstimme zur Gültigkeit der Erststimme zwingend notwendig sei. Ohne eine Zweitstimme für dieselbe Partei werde die Erststimme am Ende gestrichen. "Um keine Stimmen zu verschenken, bitten wir um die Erst- und Zweitstimme für die CSU", so Oßner. Andernfalls, so warnte er, könne der Wahlkreis möglicherweise keinen eigenen Vertreter mehr stellen.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Oßner beim CSU-Ortsvorsitzenden Daniel Petz sowie bei den Mitgliedern für ihr Engagement.