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1. Inklusives Job-Speed-Dating in der Region Landshut
Landratsamt Landshut (für Weng)
18.03.2025, 08:24
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Anmeldungen ab sofort möglich!

Im Rahmen der ersten Inklusiven Job-Messe in der Region Landshut, die am 17. Mai 2025 im Ergoldinger Bürgersaal stattfindet, wird erstmalig ein inklusives Job-Speed-Dating angeboten.

Speed Datings, bei denen ein Lebenspartner gesucht wird, gibt es schon seit über 20 Jahren. Längst sind diese kurzen Kennenlern-Gespräche auch in der Arbeitswelt angekommen. Der Ablauf ist auch hier ähnlich wie bei einem Paarvermittlungsevent: nur, dass es hier nicht um die Liebe geht, sondern um die Teilhabe am Arbeitsmarkt. 

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, in einem achtminütigen Gespräch mit potentiellen Arbeitgebern mit ihrer Persönlichkeit zu punkten. Lücken im Lebenslauf, beispielsweise aufgrund von Krankheiten oder behinderungsbedingten Umständen, schließen sie nicht gleich aus einem Bewerbungsverfahren aus, wie es sonst oft der Fall ist. Eine weitere Besonderheit beim Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderung ist, dass jeder Bewerber immer gemeinsam mit einem anderen Bewerber an einem Tisch sitzt, es dadurch zu keinem Machtgefälle kommt und die Bewerber sich gegenseitig unterstützen können. Nach insgesamt 16 Minuten gehen beide Bewerber an den nächsten Tisch und stellen sich einem weiteren Arbeitgeber vor. 

„Während des Job-Speed-Datings können sich Arbeitgeber und Bewerber ‚beschnuppern‘ und herausfinden, ob gegenseitiges Interesse besteht und ein längeres, ausführlicheres Vorstellungsgespräch folgen soll“, erläutert Linda Pilz, Behindertenbeauftragte des Landkreises Landshut das Format. 

Bei der Planung und Durchführung des Job-Speed-Datings hat sich der Runde Tisch Inklusion im Arbeitsleben, der auch die Messe plant und organisiert, erfahrene Mitstreiter gesucht: Unterstützt wird dieses Format durch den Bundesverband der „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland e.V.“, der das Job-Speed-Dating speziell für Menschen mit Behinderung im Jahr 2017 entwickelt und seitdem bereits mehrfach – äußerst erfolgreich – in einigen deutschen Städten wie Berlin, Stuttgart, Regensburg und Ingolstadt umgesetzt hat.

Etwa drei Wochen vor dem Job-Speed-Dating findet für alle Teilnehmer ein sechsstündiges Vorbereitungscoaching statt, welches nach dem Peer-Konzept (von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen) gestaltet ist. In diesem lernen die Teilnehmer u.a. wie ein Vorstellungsgespräch in 8 Minuten abläuft, welche Do’s und Don’ts es in solch einem Gespräch gibt, aber auch wie ein Kurzprofil aussehen sollte. Auch die teilnehmenden Unternehmen des Speed Datings erhalten eine Einführung in diese außergewöhnliche Veranstaltung zur Kräftegewinnung.

„Mit der Inklusiven Job-Messe und dem Job-Speed-Dating möchten wir Menschen eine Chance geben einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhalten“, so Carolin Völkner, Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Landshut. „Immer noch sind überdurchschnittlich mehr Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung von einer Arbeitslosigkeit betroffen. Nun haben wir in der Region Landshut die Chance, dem Kräftemangel entgegenzutreten und Vorbehalte gegenüber Menschen mit einer Behinderung abzubauen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Zukunft der Arbeitswelt zu gestalten und laden alle Interessierten herzlich ein, an dieser aufregenden Veranstaltung teilzunehmen.“

Für das Job-Speed-Dating werden aktuell bis zu zehn Unternehmen gesucht, die potentielle Arbeitnehmer oder Auszubildende in diesem Format kennenlernen möchten. Ebenso können sich interessierte Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung melden, die auf der Suche nach einem passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz sind. 

Wer beim Job-Speed-Dating mitmachen oder Näheres erfahren möchte, kann sich ab sofort bei Linda Pilz melden. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0871 408-2118 und unter linda.pilz@landkreis-landshut.de.

Auf der Homepage www.inklusive-region-landshut.de werden außerdem kontinuierlich aktuelle Informationen zur inklusiven Job-Messe veröffentlicht. 

Die „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL)“ ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation und die Dachorganisation der Zentren für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Sie wurde nach dem Vorbild der US-amerikanischen „Independent Living Movement“ gegründet, um die Selbstbestimmung behinderter Menschen auch in Deutschland durchzusetzen.


Beschreibung

Mein Name ist Linda Pilz. Ich bin Behindertenbeauftragte im Landkreis Landshut.